journal article
LitStream Collection
»Rugae« und Wachstumszonen bei Korallen
1977 PalZ
doi: 10.1007/bf02986605pmid: N/A
ZusammenfassungRugae stellen ± horizontale Querwülste der Epitheka von Korallen dar. Bei rezenten Scleractinia finden sie sich zufolge weitgehenden Fehlens einer Epitheka selten. Soweit bekannt, handelt es sich um tägliche Zuwachszonen. Daneben treten bei rezenten Scleractinia als Wachstumszonen Bänder unterschiedlichen Raumgewichts, erkennbar in der Radiographic, auf. Sie dürften mit verschiedener Trabekeldicke bzw. (?)-Anordnung zusammenhängen und entstehen durch periodisch schwankenden Jahreszuwachs. Möglicherweise können ein Teil dieser Bänder auch auf Monatsrhythmik unbekannter Ursache zurückgehen.Auch bei cerioiden Rugosa treten Rugae auf. BeiColumnaria sulcata beträgt ihre Breite bis 0,3 mm und liegt damit wesentlich über der Normalbreite. Auch derartig breite Rugae müssen als Tageszuwachs gedeutet werden.Die Verwendung von Rugae für chronometrische Untersuchungen stößt auf die Schwierigkeiten ihrer Deutung, ihrer Erkennung und ihrer Zuordnung zu Zeitperioden höherer Ordnung. Eine bessere Kenntnis des Wachstumsverhaltens rezenter Scleractinia in Hinblick auf Umweltsfaktoren könnte die Rugae zu wichtigen Merkmalen für palökologische Aussagen machen.