Jungermannia subulata Evans aus Hawaii — eine verkannte Sippe der HolarktisGrolle, Riclef; Váňa, Jiří
doi: 10.1007/BF01377789pmid: N/A
Jungermannia subulata
Evans 1892 from Hawaii has to replaceJ. amakawana
Grolle 1966 (type from Japan). This species was recently detected in subcontinental Europe and North America. New records from Svede, Germany, Poland, Italy, Roumania, Siberia, Sachalin, Thailand and Ceylon are reported. Description, drawings, and distribution map ofJ. subulata
Evans are given.
Entwicklungsanatomische Untersuchungen an der Galle vonCraneiobia corni Giraud aufCornus sanguineaLuhan, Maria; Nieder, Gerald
doi: 10.1007/BF01377790pmid: N/A
Die Gallen vonCraneiobia corni können sich entweder aus der Höhlung der von der Mittelrippe abzweigenden Blattnerven („winkelständig“) entwickeln, sie sind dann größer und meist mehrkammerig, oder — was nur für einen geringen Prozentsatz zutrifft — aus einem Interkostalfeld des Blattes („flächenständig“); diese Gallen bleiben kleiner und sind stets einkammerig. Für die anatomische Entwicklung ergibt sich daraus ein Unterschied in der Herkunft des Gallengewebes. In beiden Fällen handelt es sich um Umwallungsgallen (Küster 1930, S. 8), deren Entstehung ganz allgemein darauf zurückzuführen ist, daß der vom Gallentier ausgehende Reiz Wachstumsvorgänge im Blatt induziert, die zu einer ringförmigen Umwallung desselben führen.
Zur Kenntnis der Karpelle der Leguminosen. I. PapilionaceaeLeinfellner, Walter
doi: 10.1007/BF01377792pmid: N/A
Die Karpelle der meisten Papilionaceen besitzen eine epeltate, bloß gefaltete Spreite. Neben diesen finden sich aber nicht selten peltate Karpelle, deren schlauchförmige Spreitenbasis freilich steril ist. Die Peltation ist bei den Karpellen mancher Arten ein konstantes, bei anderen Arten jedoch ein fakultatives Baumerkmal, da bei ihnen peltate und epeltate Karpelle nebeneinander an derselben Pflanze auftreten. Der häufig anzutreffende Stiel der Papilionaceenkarpelle ist ein echter Blattstiel. Er kann zur Gänze unifazial, in wechselndem Umfang basal unifazial und apikal bifazial oder völlig bifazial ausgebildet sein.
Anatomische Untersuchungen über Leitstränge der Gametophyten bei den LebermoosenWinkler, Sieghard
doi: 10.1007/BF01377793pmid: N/A
1.
Ursprüngliche Vertreter der Jungermanniae wurden auf das Vorhandensein eines Leitstranges geprüft. Dabei wurde festgestellt, daß die Gattung Pallavicinia in ihren jungen, radiärsymmetrischen Thallusteilen einen hochdifferenzierten Leitstrang enthält, der aus Hydroiden und Leptoiden besteht. Vertreter der Takakiales und Calobryales weisen ebenfalls einen zentralen Leitstrang aus hydroidähnlichen Zellen auf.
2.
Die Art des Stranges scheint gattungskonstant zu sein.
3.
Ontogenetische Untersuchungen ergaben:
a)
Pallavicinia geht erst beim Übergang zum flächigen Thallus zu dem Wachstum mit einer zweischneidigen Scheitelzelle über. Ihre radiärsymmetrischen, jungen Stolonen wachsen mit einer dreischneidigen Scheitelzelle.
b)
Die aus der Ursproßzelle hervorgehende ZelleII
2 bildet beiPallavicinia undTakakia einen zentralen Strang von Hydroiden. Aus dem gleichen Segmentteil geht bei foliosen Jungermanniales ein Teil der Medulla hervor.
4.
Auf Grund der vergleichend-anatomischen und ontogenetischen Untersuchungsergebnisse wurden folgende Theorien zur Diskussion gestellt:
a)
Das Vorhandensein eines Leitstranges ist ein ursprüngliches Merkmal;
b)
Die Medulla kann als ein dem Leitstrang homologes Gebilde angesehen werden, das extrem reduziert ist.
Der Einfluß von Tannin auf die Dehnbarkeit der ZellwandZinsmeister, H.; Baumgärtel, R.
doi: 10.1007/BF01377796pmid: N/A
Das Ziel vorliegender Arbeit war, die Wirkung von Tannin auf die Zellwanddehnbarkeit zu untersuchen. Sämtliche Versuche wurden mit 35 mm langen Hypokotylspalthälften 6 Tage alter Sonnenblumenkeimlinge ausgeführt. Die Zellwanddehnbarkeit solcher Spalthälften, die mit Glycerinlösung infiltriert waren, erfolgte mit einer Streckwaage. Nach einer 24stündigen Vorbehandlung in Tanninlösungen (5·10−4 molar) wurde die Dehnbarkeit der Zellwände um 26% erniedrigt. Die tanninbedingte Abnahme der Wanddehnbarkeit war pH-abhängig. Sie war am stärksten bei pH 6 und sank mit zunehmender Säure des Inkubations-mediums. Bei pH 7 war die Dehnbarkeit tanninbehandelter Hypokotyle sogar stärker als die entsprechender Pufferkontrollen. Die Erniedrigung der Zellwanddehnbarkeit durch Tannin lief parallel zu einer Wachstumshemmung. Offensichtlich wirkt der Gerbstoff Tannin nicht direkt auf die Zellwand, da die Dehnbarkeit von Hypokotylgewebe nicht verändert wurde, wenn diese ohne Vorbehandlung mit einer tanninhaltigen Glycerinlösung infiltriert und plasmolysiert wurden. Die Wirkung auf die Zellwand scheint sekundärer Natur zu sein und über den Stoffwechsel abzulaufen. Mögliche Reaktionsmechanismen wurden ausführlich besprochen.
Die Auxosporenbildung vonNitzschia amphibiaGeitler, Lothar
doi: 10.1007/BF01377798pmid: N/A
Nitzschia amphibia führt eine end to end-Paarung durch, obwohl — im Unterschied zu ähnlichen Fällen — die Apikalachse isopol ist. Es entwickeln sich miteinander in Kontakt stehende Kopulationspapillen, die sich zu einem Kopulationsschlauch vereinigen. In ihm fusionieren die Gameten unter dem Bild von Isogamie. Jede Mutterzelle bildet, im Unterschied zu den drei anderen vonNitzschia bisher bekannten Modi der Kopulation unter Bildung von zwei Gameten, nur einen Gameten, und zwar aus dem gesamten Protoplasten, ohne daß mit der Meiose eine abortive Zytokinese verbunden ist.Nitzschia amphibia unterscheidet sich in Besonderheiten des Paarungsverhaltens von allen anderen bisher bekannten pennaten Diatomeen. — Die Artdiagnose ist durch die erweiterte Längenvariation von 10,5–67μ zu ergänzen.