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LitStream Collection
Schlipköter, H.; Beyen, Katharina
doi: 10.1007/BF02103736pmid: 3962500
Luftschadstoffe können sowohl akute als auch chronische Wirkungen entfalten. Akute Wirkungen treten vor allem bei Smogwetterlagen mit hohen Schadstoffkonzentrationen der Luft auf. Sie äussern sich in einem Anstieg der Morbiditäts- und Mortalitätsraten; gefährdet sind vor allem alte und kranke Menschen.
doi: 10.1007/BF02103737pmid: 3962507
Une enquête coopérative nationale a été conduite de 1974 à 1976 dans 24 zones, appartenant à 7 villes françaises pour étudier l'existence de relations entre d'une part la nature et le niveau de la pollution atmosphérique et d'autre part, la fonction respiratoire et la prévalence de symptômes respiratoires. Les polluants suivants ont été mesurés quotidiennement: SO2, poussières en suspension, oxydes d'azote et sulfates. La population d'étude était composée d'hommes et femmes, âgés de 25 à 59 ans, non ouvriers et d'enfants de 6 à 10 ans. Sur chacun des sujets on a mesuré la fonction ventilatoire à l'aide d'un expiromètre à sec et relevé l'existence de divers symptômes et de nombreuses caractéristiques. Environ 8000 hommes, 9000 femmes et 2500 enfants ont été ainsi examinés.
doi: 10.1007/BF02103738pmid: 3962495
Die bei der Luftverschmutzung auftretenden inhalativen Schadstoffe SO2, NO2 und Photooxydantien wie Ozon verursachen beim Menschen Erkrankungen der Atmungsorgane, welche sich nach akuter, kurzdauernder Immission vor allem als asthmaähnliche Reaktionen am Bronchialsystem manifestieren. Der lungengesunde Erwachsene reagiert darauf allerdings erst bei Konzentrationen, wie sie derzeit im Rahmen der allgemeinen Luftverunreinigung kaum je beobachtet werden. Im Gegensatz dazu ist jedoch die Bevölkerung mit vorbestehenden Lungenkrankheiten oder geschwächten bronchopulmonalen Abwehrmechanismen bereits jetzt gesundheitlich gefährdet. Bei andauernder und jahrelanger Immission bestehen aufgrund zahlreicher ausländischer Untersuchungen alarmierende Hinweise darauf, dass inhalative Luftschadstoffe für das gehäufte Auftreten einer chronischen obstruktiven Bronchitis verantwortlich sind. Für die Schweiz mit ihren speziellen demographischen, sozialen und klimatischen Eigenheiten ist deshalb eindringlich zu fordern, dass der Zusammenhang zwischen Luftverunreinigung und gesundheitlichen Schäden vor allem an den Atmungsorganen systematisch analysiert wird und dass gleichzeitig rasche Massnahmen zur unverzüglichen Reduktion der Luftschadstoffe zum Schutz der gefährdeten Bevölkerung ergriffen werden.
Ackermann-Liebrich, Ursula; Braun-Fahrländer, Charlotte
doi: 10.1007/BF02103739pmid: 3962496
Kinder sind eine besonders empfindliche Bevölkerungsgruppe, besonders für Atemwegserkrankungen, da ihr Abwehrsystem noch nicht voll ausgebildet ist und ihre Bronchien im Vergleich zu Erwachsenen noch enger sind. Daneben gibt es weitere Gründe, warum sich Kinder besonders zur Untersuchung der Auswirkung von Luftschadstoffen auf die menschliche Gesundheit eignen: Kinder rauchen nicht selbst, sind auch nicht allfälligen schädlichen Arbeitsplatzeinflüssen ausgesetzt und weisen eine hohe Standortkonstanz auf. Untersuchungen aus den USA und England zeigen eine Zunahme chronischer und akuter Atemwegserkrankungen bei Kindern mit steigenden Luftschadstoffkonzentrationen, zum Teil bei Luftfremdstoffkonzentrationen, die den in der Schweiz gemessenen gleichen. Untersuchungen für die Schweiz sind aber indiziert, um die Auswirkung der besonderen Zusammensetzung zu messen und um einen Indikator zur Messung der Auswirkung einer allfälligen Verbesserung zu haben.
doi: 10.1007/BF02103740pmid: 3962497
Die in den letzten Jahren in der Schweiz durchgeführten Messungen von Luftschadstoffen zeigen, dass nicht nur in den Städten, sondern auch in deren Umgebung die Belastungen zum Teil sehr hoch sind. Die aus gesundheitlicher Sicht sowie zum Schutz der Umwelt noch als zumutbar erachteten Immissionen werden sehr oft überschritten. Kritisch sind vor allem die Belastungen durch Stickstoffdioxid und während der Wintermonate auch durch Schwefeldioxid. Bedenklich hoch sind im Sommer die Belastungen durch Ozon, das durch photochemische Prozesse aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen gebildet wird und über grössere Entfernungen — also auch in ländliche Gebiete — verfrachtet werden kann. Wirksame Massnahmen zur Reduktion der Luftschadstoffe sind dringend notwendig, um die Bevölkerung vor den möglichen gesundheitlichen Schädigungen zu schützen.
doi: 10.1007/BF02103741pmid: 3962498
Mit dem am 1. Januar 1985 in Kraft getretenen Umweltschutzgesetz (USG) besitzt die Schweiz die rechtliche Grundlage für eine wirksame Bekämpfung der Luftverschmutzung. Das Konzept der Luftreinhaltung beruht auf zwei Stufen. Die erste Stufe verlangt, dass sämtliche Emissionen zunächst vorsorglich zu begrenzen sind. Die zweite Stufe besteht darin, dass die Emissionen schärfer zu begrenzen sind, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Luftverunreinigungen schädlich oder lästig sind.
doi: 10.1007/BF02103742pmid: 2421501
Une nouvelle méthode d'analyse et d'extrapolation de la consommation d'énergie est utilisée pour estimer l'émission des polluants atmosphériques SO2 et NOx pour les vingt prochaines années. Nos résultats montrent que les émissions de SO2 baisseront rapidement à des niveaux comparables à ceux de 1960, alors que les émissions de NOx resteront à un niveau élevé.
doi: 10.1007/BF02103743pmid: 3962499
Während anderthalb Jahren wurden in der Region der Kleinstadt Biel Krankheitsfälle verschiedener akuter Atemwegserkrankungen bei Kindern festgehalten und mit klimatologischen und lufthygienischen (Schwefeldioxid, Staub) Parametern in Beziehung gesetzt. Es ergab sich eine Zunahme der Fälle während der Herbst- und Wintermonate, bei tiefen Temperaturen, hoher Feuchte und Nordlagen. Die Korrelation der Krankheitsfälle mit SO2-Depositionswerten ergab ebenfalls einen signifikanten Zusammenhang, der möglicherweise durch einen parallelen Jahresgang vorgetäuscht wird. Zwischen SO2-Konzentrations- bzw. Staubwerten und Krankheitshäufigkeit liess sich keine signifikante Beziehung nachweisen.
doi: 10.1007/BF02103744pmid: 3962501
Die Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Basel führt eine Studie zur Auswirkung der Luftverschmutzung auf die Gesundheit von Kleinkindern durch. Als Schadstoff wird NO2 mittels Passivsammlern individuell in der unmittelbaren Umgebung der Kinder gemessen. Ebenso werden alle meteorologischen und lufthygienischen Daten der vorhandenen Messtationen in die Analyse einbezogen. Die Eltern führen während der Messperiode ein «Tagebuch» über respiratorische Symptome der Kinder. Parallel dazu registrieren praktische Kinderärzte und die Universitätskinderklinik den Anteil der Kleinkinder mit Atemwegserkrankungen an den Gesamtkonsultationen.
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