Thorsten Schauerte/Jürgen Schwier (Hrsg.): Die Ökonomie des Sports in den Medien
Abstract
Buchbesprechungen 271 zu gutenTeilenkompensiert wird.Marchal Während international das Verhältnis von Me- nimmt diese Methoden- und Quellendefizite be- dien und Sport sich längst großer Aufmerksam- wusst in Kauf und erschließt – bis auf Zeitzeu- keit erfreut, hat sich die kommunikationswissen- geninterviews mit ausgewählten Mitarbeitern schaftliche Gemeinschaft in der Bundesrepublik der öffentlich-rechtlichen Programme – auch Deutschland lange Zeit abstinent verhalten. Ge- keine weiteren, neuen Quellen für die Pro- wiss haben Aufsätze zu dieser Problematik Ein- grammgeschichte. Dies auch deswegen, weil gang in die Publizistik und Medien & Kommuni- etwa das tatsächlich gesendete Programm nur kationswissenschaft gefunden. Gewiss: Es sind bruchstückhaft überliefert ist und aufgrund die- mehr Monographien, vornehmlich Dissertatio- ser prekären Quellenlage eine dergestalt angeleg- nen, publiziert worden. Ja, es wird in Media Per- te vergleichende Analyse unmöglich wird. Man- spektiven inzwischen häufiger über die Resonanz che Bereiche entziehen sich somit (weiterhin) und Bewertung der Berichterstattung über große eingehender Betrachtung; im vorliegenden Fall Sportereignisse wie Fußball-WM und -EM oder ist das dem Mehrwert des großen Überblicks ge- Olympia sowie über den Kampf um Sportrechte schuldet. Auch Nutzungsdaten, frühe Um- und berichtet. Dennoch konnte das bisher als zwar Rundfragen, (aleatorisch vorhandene) Rezep- verdienstvoller, aber eben nur punktueller Ver- tionsgeschichten sowie breite lebensgeschichtli- such angesehen werden, dem Forschungsfeld che Interviews zum Thema Hörfunk sind Man- Sport und Medien die gebührende Aufmerksam- gelware – und werden es wohl auch bleiben. keit zu verschaffen. Dennoch hat Marchal seinen komparatisti- Dabei gibt es genügend Gründe, dieses For- schenAnspruchandiesesProjekt ambitioniert schungsfeld genauer zu betrachten. Erstens ist – umgesetzt,...
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